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Restaurant REBSTOCK in Heilbronn-Böckingen
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Kürzlich gönnte ich mir einen „freien Tag“, schloss die Vinothek ab und machte mich auf
den Weg nach Heilbronn. Zwischen dem Besuch der Kaffeerösterei Hagen und dem Obstbrenner Klaus Käppler aß ich erstmals im Restaurant Rebstock in Böckingen zu
Mittag. Diese Adresse empfahl mir ein Bekannter – ich war gespannt. Das Wetter war an diesem Dienstag frustrierend. Es goss in Strömen, da trieb es mich überpünktlich in den
Rebstock, der mir mit seiner Wohnzimmer-Atmosphäre einen heimeligen und gemütlichen Eindruck machte. Zum Glück hatte ich Vormittags noch kurz angerufen um einen Tisch zu
reservieren, denn schon der Mittagstisch zeigte sich folgend als sehr beliebten Treffpunkt vorwiegend regionaler Genussmenschen. Das kleine Restaurant verfügt über sieben
Tische. Ottobert Bachmaier ist Einzelkämpfer in der Küche, seine Frau Ulrike im Service. Sie haben sich ganz gezielt ein kleines Lokal gesucht. Der persönlich Kontakt zu den
Gästen ist den beiden sehr wichtig. Das spürt man sofort, auch wenn man zum ersten Mal den Rebstock besucht. Mittags hat der Gast eine etwas kleinere Auswahl als Abends. Zwei
bis drei Vorspeisen, zwei Fleischgerichte, ein Fischgericht, etwas Vegetarisches und ein Dessert. Völlig ausreichend, denn alles wird frisch und à la minute zubereitet.
Um mich an diesem nasskalten Tag etwas aufzuwärmen bestellte ich die Tomatensuppe, von der ich einen ganzen Topf leer essen hätte können. Wunderbar aromatisch und
perfekt in Konsistenz und Würze. Fein abgeschmeckt mit Estragon – herrlich. Auf dem nächsten Teller servierte mir ein als Zwischengang bestelltes Pfifferling-Risotto vom
Vialone Nano-Reis. Es geschehen noch Wunder!! Seit langem mal wieder ein Koch, der unter einem Risotto keinen pappigen und total verkochten Reisbrei versteht, sondern eine
noch bissfeste und dennoch „schlotzige“ Spezialität, bei der man sowohl noch den Eigengeschmack der Reissorte aber auch den erdigen Gout der Pilze schmeckt –
Kompliment. Zum Hauptgang genoss ich ein zartes und saftig gebratenes Schweinefilet (vermutlich vom Schwäbisch Hällischen Landschwein) mit herrlich würziger Senf-Estragon
-Sauce und hausgemachten Spätzle. Ein bodenständiges Gericht, das hätte nicht besser sein können. Auf das Dessert habe ich verzichtet, denn die Küche hatte es bei allen
Gängen gut mit mir gemeint. Sehr fein waren auch die offenen Weinempfehlungen vom Heilbronner Weingut Kistenmeier-Hengerer. Wer anderweitige Weintipps benötigt ist bei
Ulrike Bachmaier in sehr guten Händen. Man merkt, dass die Wirtsleute sich mit allen Produkten ihres Restaurants auseinandersetzen, es bewusst und durchdacht an der richtigen Stelle einsetzen.
Im Rebstock steht man nach dem Essen auf, ist zufrieden und freut sich schon auf den nächsten Besuch. Auch ich zähle dieses Lokal nach meinem ersten Besuch zu der
Kategorie, die man heute immer seltener findet. Hier wird Gastfreundschaft noch groß geschrieben. Das Preis-Leistungsverhältnis (auch wenn ich dieses Wort nicht gerne in den
Mund nehme) ist genial und alle Speisen sorgfältig und marktfrisch gekocht. Klasse!
Restaurant Rebstock Eppinger Straße 43 74080 Heilbronn-Böckingen
Sonntag Abend und Montag geschlossen
Mittagsgerichte bis € 14,00 „Marktmenü“ € 26,00 Menü „Fünfmal d’Gosch gefoppt“ mit Wein € 45,00, ohne € 30,00
Bildquelle: Heilbronner Stimme (www.stimme.de)
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